Die Engelstrompete

Kräftiges Blattwerk sowie wunderschöne große Blüten machen die Faszination der Engelstrompete aus. Ursprünglich in Südamerika beheimatet, findet sich die interessante Pflanze mittlerweile auch in zahlreichen mitteleuropäischen Gärten wieder.

Bei aller Schönheit darf allerdings nicht vergessen werden, dass die Engelstrompete eindeutig zu den Giftpflanzen zählt. Neben Tollkirsche, Stechapfel und Bilsenkraut weist auch diese Pflanze eine hohe Giftigkeit auf. Und dies betrifft leider sämtliche Pflanzenteile.

Blätter und Blüten

Den trompetenförmigen, nach unten hängenden Blütenkelchen, verdankt die Engelstrompete ihren Namen. Sie zählt zu den Nachtschattengewächsen, wobei die botanische Bezeichnung Brugmansia im allgemeinen Sprachgebrauch eher selten verwendet wird.

Die Engelstrompete überzeugt mit einem betörendem Duft

Die Engelstrompete überzeugt mit einem betörendem Duft

Die mehrere Meter großen Bäume oder Sträucher weisen immer wieder andere Blattformen auf. So finden sich glattrandige Varianten ebenso wie gezackte Formen. Zudem sind behaarte wie unbehaarte Blätter möglich. Je nach Züchtung erstrahlt die volle Blütenpracht der Engelstrompete in diversen Farben. Hier reicht die Palette von einem kühlen Weiß bis hin zu einem satten Orange. Begehrt sind auch die sehr hübschen gelben Ausführungen. Eiförmige Beeren stellen die Früchte der Brugmansia dar.

Eine Zierpflanze mit Besonderheiten

Frostempfindlichkeit ist es, die erfahrene Hobbygärtner dazu veranlasst, eine Engelstrompete vorwiegend in Kübel zu setzen. So kann sie ohne weiteres zum Überwintern an einen geeigneten Ort gebracht werden. Vorher gilt es jedoch, den nicht zu zaghaften Rückschnitt vorzunehmen. Nur in Gegenden, in denen eher nicht mit häufigem Bodenfrost zu rechnen ist, überlebt die Pflanze den Winter im Freien.

Steht die Giftigkeit der Tollkirsche bei jedem Gartenbesitzer außer Frage, ist die Tatsache, dass dies bei der Engelstrompete ebenso ist, noch nicht umfassend bekannt. Dies trifft allerdings nicht nur auf diese Pflanze zu. Auch einige andere Nachtschattengewächse, hier ist vor allem das Bilsenkraut zu nennen, weisen diese Besonderheit auf. Ein wenig Vorsicht walten zu lassen, ist also auch sinnvoll, wenn es um die Engelstrompete geht. Allerdings bedeutet dies nicht, auf die Attraktivität der begehrten Pflanze im eigenen Garten verzichten zu müssen. Der ausgesprochen betörende Duft, den die Blüten der Brugmansia verbreiten, überzeugt neben der Farbvielfalt unbedingt.

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